
Die Bevölkerung Kanadas.
Kanada ist zwar das zweitgrößte Land der Erde, steht jedoch nach der Bevölkerungszahl mit etwa 32,9 Millionen Einwohnern erst an 36. Stelle. Im Durchschnitt bedeutet dies nur 3,2 Einwohner pro km².
Die Bevölkerung ist allerdings sehr ungleich über das Land verteilt. Fast alle Kanadier leben in einem 300 km breiten Streifen nördlich der Grenze zu den USA. Drei Viertel der Bevölkerung wohnt in Städten, knapp die Hälfte allein in den zehn Größten des Landes. Die am dichtesten besiedelte Region ist das St.-Lawrence-Tiefland zwischen Quebec City und Windsor. Die riesigen Nordgebiete der Provinzen von Labrador bis British Columbia sind dagegen fast unbesiedelt. In den beiden Territorien, dem Yukon und den Northwest Territories, die zusammen mehr als ein Drittel der Landfläche ausmachen, leben kaum Menschen.
Die großen Einwanderungsbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelten Kanadas Bevölkerung. Seit dem Spitzenjahr 1957 (282.000 Immigranten) gehen die Zahlen allerdings zurück. Trotz einer wegen hohen Arbeitslosenzahlen restriktiven Einwanderungspolitik waren es aber in der jüngeren Vergangenheit jährlich etwa 160.000 Menschen, die sich in Kanada niederließen. Damit gehört es zu den drei wichtigsten Einwanderungsländern der Erde. Nur wenige Immigranten ziehen jedoch als Farmer aufs Land, wie dies noch zur Jahrhundertwende der Fall war. Selbst ländliche Kanadier lassen sich heute verstärkt in den großen Ballungsräumen nieder.
Toronto ist mit etwa 4,8 Mio Einwohnern die größte Stadt, während der siebziger Jahre konnte es die alte Rivalin Montreal (3,3 Mio Einwohner) überholen. Danach folgen in der Rangliste Vancouver (1,9 Mio Einwohner), Calgary (900.000 Einwohner), Edmonton (862.000 Einwohner), Ottawa (860.000 Einwohner), Quebec (660.000 Einwohner) und Hamilton (650.000 Einwohner).